Woran liegt es, dass sich Unternehmensnachfolge-Prozesse so schwierig gestalten?

Eine Einordnung der Ergebnisse des DIHK Reports zur Unternehmensnachfolge von Markus Pott.

Wie erfolgreich eine Unternehmensübergabe an einen externen Käufer ist, hängt von vielen Faktoren ab. Die Ergebnisse des DIHK Reports (basierend auf den Kontakten der örtlichen IHKs mit Unternehmern) machen jedoch deutlich, dass einige Fehler immer wieder passieren. So stellt die DIHK unter anderem fest, dass sich 49 Prozent der Senior-Unternehmer nicht rechtzeitig auf das Thema Nachfolge vorbereitet haben. Diese Zahl kann ich nach 15 Jahren Berufserfahrung als Unternehmensvermittler bestätigen: Nur die wenigsten Unternehmer setzen sich rechtzeitig und aus eigenem Antrieb mit der Suche nach einem Nachfolger auseinander. Meist ist dafür ein Anstoß von außen nötig. 

Auch eine zweite Zahl verblüfft mich kaum: Laut DIHK-Report können 37 Prozent der Unternehmer emotional nicht loslassen. Meine Einschätzung: Je älter der Unternehmer, desto emotionaler geht er mit dem Thema um und desto schwieriger wird es.

41 Prozent der Senior-Unternehmer klagen darüber hinaus, dass sie schlicht keinen passenden Nachfolger finden. Die Ursachen dafür können natürlich vielfältig sein. Eine Erfahrung, die ich aber immer wieder mache, betrifft das Such-Profil. Nicht wenige Unternehmer suchen jemanden, der genauso tickt wie sie selbst. Die Suche nach einem Klon ist naturgemäß schwierig, aber leider oft der Grund dafür, dass eigentlich aussichtsreiche Verhandlungen scheitern können. 

Die Forderung eines überhöhten Kaufpreises bildet bei 42 Prozent der Senior-Unternehmer ein Hemmnis im Nachfolge-Prozess. Um einen Kaufpreis angemessen zu ermitteln, müssen viele Fakten berücksichtigt werden. Ein paar „Denkfehler“ von Unternehmern habe ich bereits unter den Unternehmerthesen aufgeführt. Grundsätzlich gilt: Der Verkäufer sollte seinen Nachfolger wie einen Kunden sehen und ihn auch genauso behandeln.

Eine letzte Zahl noch: 31 Prozent der Senior-Unternehmer zögern den Verkauf heraus, um die eigene Altersvorsorge aufzustocken. Ein Ansatz, der in der Realität nur selten funktioniert. Wer sein Unternehmen aushöhlt und Geld herauszieht, statt zu investieren, wird große Probleme haben, sein Unternehmen zu verkaufen. Nach meiner Erfahrung rechnet sich dieses Vorgehen per Saldo in der Regel nicht. 

Vor dem Hintergrund der sinkenden Zahl potenzieller Übernahmekandidaten in Deutschland ist daher dringend ein Umdenken der Unternehmer notwendig. Externe Unterstützung kann den Prozess vereinfachen und beschleunigen. Gerne informiere ich Sie näher über meine Leistungen und mein Angebot.

Weitere Informationen:

PDF: DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge 2014 (insb. Seite 11)

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